Merit-Order-Effekt — Preissenkung durch Erneuerbare

Anti-Windkraft-Behauptung (Flyer BI Wadersloh)

„Mit jeder weiteren Anlage steigen Netzentgelte, Stromkosten, Belastungen für Bürger und Mittelstand.”

Faktencheck: Das Gegenteil ist wahr

Funktionsweise (quellenbelegt)

„Die Preisbildung im Großhandel für Strom folgt in Europa strikt dem Merit-Order-Prinzip. Dieses Modell ordnet die Gebote der Stromerzeuger auf dem Spotmarkt aufsteigend nach ihren jeweiligen kurzfristigen Grenzkosten.” — Gemini DR Rechercheplan Lobby

Mechanik

  1. Wind- und Solaranlagen haben Grenzkosten von nahezu 0 € (keine Brennstoffe, keine CO₂-Zertifikate)
  2. Sie stehen ganz links in der Angebotskurve → werden als Erste eingespeist
  3. Jede zusätzliche kWh Windstrom verschiebt die Angebotskurve nach rechts
  4. Teure fossile Spitzenlastkraftwerke (Gas) werden aus dem Markt gedrängt
  5. Der Clearingpreis (Großhandelsstrompreis) sinkt

Schlussfolgerung (quellenbelegt)

„Dieser unumstrittene, preissenkende Merit-Order-Effekt drückt faktisch den Großhandelsstrompreis spürbar nach unten.” „Der forcierte Ausbau der Windkraft in Wadersloh dämpft diese Preisschocks lokal und schützt Bürger sowie den regionalen Mittelstand, anstatt sie finanziell zu belasten.” — Gemini DR Rechercheplan Lobby

Täter-Opfer-Umkehr [Report-Einschätzung]: Strompreiskrise 2022/2023 (quellenbelegt)

„Wenn die Astroturfing-Kampagne in Wadersloh die extremen Strompreisspitzen der Krisenjahre 2022/2023 als ‘Beweis’ für die Teuerung durch Windkraft anführt, betreibt sie eine bewusste Täter-Opfer-Umkehr: Diese Preisexplosionen waren exklusiv auf explodierende Erdgaspreise infolge des russischen Angriffskrieges (also die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen) sowie ausfallende französische Kernkraftwerke zurückzuführen.” — Gemini DR Rechercheplan Lobby

Verwendung in Wadersloh

  • Flyer „Schluss mit der Unvernunft!” — Rückseite, „Fakten” mit roten Gefahrendreiecken
  • Narrativ wird weder im UA 28.01.2026 noch im BPA 02.02.2026 wörtlich wiederholt
  • Funktion [Report-Einschätzung]: Ökonomisches Angstnarrativ bei Mittelstand und Landwirten

Quellen