Wadersloh Netz GmbH & Co. KG

Profil

  • Rechtsform: GmbH & Co. KG
  • Register: HRA 10378, AG Münster
  • Sitz: Wadersloh
  • Rolle: Regionaler Netzbetreiber / Energieverteilung
  • Komplementärin: Wadersloh Netz Verwaltungs GmbH (→ kontrolliert durch Wadersloh Energie GmbH)

Bilanzdaten (Stichtag 31.12.2024) [quellenbelegt: North Data]

Aktiva

PositionBetrag
Bilanzsumme7.203.284 €
Technische Anlagen und Maschinen6.781.660 €
Forderungen232.571 €

Passiva

PositionBetrag
Kapitalanteile4.137.059 €
Kapitalrücklage1.191.644 €
Sonderposten Baukostenzuschüsse763.113 €

GuV (2024)

PositionBetrag
Umsatzerlöse1.523.828 €
Abschreibungen589.734 €

Bewertung

  • Eigenkapitalquote: >50 % — ungewöhnlich hoch für kapitalintensiven Energiesektor
  • Anlagequote: 94 % — fast gesamte Bilanzsumme = Sachanlagen
  • Baukostenzuschüsse: 763.113 € → Hinweis auf bezahlte Netzanschlüsse (von WEA-Betreibern oder öffentl. Mitteln)

Historische Gesellschafterstruktur [quellenbelegt: North Data]

ZeitraumGesellschafterAnteilFunktion
bis 2019RWE AGca. 25 %Kommanditist
historischinnogy Netze Deutschland GmbHunbekanntKommanditist (zeitweise)
historischWadersloh Energie GmbHunbekanntKommanditist / Komplementärin

Historische Einordnung

Die RWE-Beteiligung (25 %) dokumentiert die Einbindung überregionaler Energiekonzerne in die lokale Netzinfrastruktur. innogy war RWE-Tochter (2016–2020), nach der E.ON/innogy-Fusion gingen Netzaktivitäten an E.ON über. Der aktuelle Gesellschafterstand (post-2019) ist aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig rekonstruierbar.

Personelle Akteure [quellenbelegt: North Data]

PersonFunktion
Norbert MorfeldAkteur (Kämmerer der Gemeinde Wadersloh)
Siegfried MüllerAkteur
Stephan ThanAkteur

Infrastrukturelle Bedeutung

Die Wadersloh Netz GmbH & Co. KG ist das physische Rückgrat der regionalen Energieverteilung. Alle Windkraft-Produzenten (→ Wadersloh Wind GmbH, → Schmiesbach Wind GmbH Co. KG) sind auf den Netzanschluss über diese Gesellschaft angewiesen. Die Bilanzstruktur (6,8 Mio. € Sachanlagen bei 1,5 Mio. € Umsatz) zeigt einen kapitalintensiven Infrastrukturbetreiber mit langfristiger Abschreibungsstrategie.

Netzmonopol-Hypothese [Deep-Research-Einschätzung]: Die Bereitstellung von Netzanschlusskapazität könnte ein eigenständiges, monopolistisches Geschäftsmodell darstellen — WEA-Betreiber müssen ihre Anlagen zwingend ans Netz der Wadersloh Netz anschließen und dafür Baukostenzuschüsse zahlen.

Verbindungen

Quellen

Offene Fragen

  • Aktuelle Gesellschafterstruktur post-RWE/innogy-Fusion?
  • Exakte Funktion von Müller und Than (GF? Kommanditisten? Beirat?)
  • Jahresabschlüsse im Unternehmensregister abrufen (Zeitreihe)
  • Netzanschluss-Konditionen für WEA-Betreiber — öffentlich?